Dienstag, 24. April 2012

Erinnerungen und Gedanken

Seit einiger Zeit, kommen sie wieder, ich kann sie einfach nicht vergessen.....die Gedanken, an eigendlich längst vergangene Tage. Ich dachte, ich hätte sie hinter mir gelassen...doch scheinbar ist das doch nicht so, es scheint, als seien sie verborgen irgendwo in meinem Inneren Chaos und kommen nur dann raus, wenn ihnen gerade danach ist.

Ich kann kaum noch schlafen oder zumindest sehr schwer einschlafen....und habe ich es dann endlich mal geschafft, träume ich von Situationen, die mir als Kind oder in meiner Jugend wiederfahren sind. Das sind Situationen, die ich eigendlich nicht nocheinmal erleben wollte, aber der Traum zwingt mich dazu, sie nochmal und nochmal zu durchleben. Natürlich mischen sich im Traum auch die Erlebnisse der Vergangenheit und der Gegenwart, so dass es ordentliches durcheinander entsteht.

Am nächsten Morgen wache ich auf und bin völlig aus der Spur, ich werde diese Gefühle die ich hatte nicht mehr los....sie begleiten mich den ganzen Tag. Es ist, als würde ein riesiger Strudel entstehen, erst das dreckige Gefühl aus den Träumen, dann die Verbindung mit den Emotionen aus der Vergangenheit und wieder fühle mich mich schuldig an allem, stelle mir wieder die Frage, warum musste es so sein, wie es war...und egal, was ich versuche, um mich abzulenken, ich schaffe es nicht, die Gedanken erlangen nach kurzer Zeit wieder Überhand, wenn sie denn überhaupt kurzzeitig verschwinden, ich habe das Gefühl, für immer in diesen Emotionen gefangen zu sein......

Ich weiß, ich sollte mal damit anfangen, mich dem vergangen zu stellen, um irgendwann komplett damit abzuschließen, doch ich kann es nicht, ich habe Angst davor, noch mehr Emotionen dadurch hervorzurufen, die ich halbwegs erfolgreich verdrängen konnte. Und Angst, dass mich die Erinnerungen an gewisse Situationen wieder Tage lang nicht los lassen werden und meiner Gedankenachterbahn neue Energie geben....Also bleibt mir nur die Frage, was tun...?!

Sie ruhen lassen, mit dem Wissen, das ein Teil davon immer mal wieder hochkommen wird, in Phasen meines Lebens, in denen es mir nicht gut geht, oder versuchen sie aufzuarbeiten, in der Hoffnung, dass sie dann ganz verschwinden, aber mit der Angst, dass mich bereits verdrängte Dinge erneut in einer Emotionalen Achterbahnfahrt gefangen halten werden. .....für´s erste denke ich werde ich versuchen, wieder dei Kontrolle über meine Emotionen und Gedanken zu erlangen (auch wenn das schon leichter gesagt als getan ist) um mich dann anschließend wieder der Frage zu wittmen :"was tun?!" so schließt sich der Kreis.....ein ständiges Gedankenkarusell......-.-

Montag, 5. März 2012

Auf und Ab....

Im Moment wieder die totale Extreme, erst ist alles gut und von einem Moment auf den anderen, geht gar nix mehr. Nur noch Wut, Trauer, Hass und Aggressionen!! Ich weiß dann nicht mehr wohin mit mir, merke, wie es sich in mir aufbaut aber ich kann es nicht aufhalten. Im Moment bin ich noch weit davon entfernt, mir was zu tun, aber wahnsinnig aggressiv, ich konnte alles zerlegen! Hab wieder das Gefühl, es keinem recht machen zu können! Ich will jemanden um mich haben, doch gleichzeitig alleine sein! Ich brauche mal Abstand von allem aber wo finde ich den? Klinik ist nicht das, was ich will!!!

Dienstag, 1. November 2011

Ich - mein größter Feind

Hier noch ein wie ich finde echt gutes Buch. Das Buch wurde von einem selbstbetroffenem geschrieben und erzählt seine Geschichte / Leidensweg mit der Krankheit. Angefangen bei der Kindheit. Sicherlich ist das Buch an gewissen Stellen sehr krass geschrieben, da es darin doch auch viel um Drogenmissbrauch geht. Nicht jeder Bordi oder Angehörige kann sich mit diesem Punkt der Geschichte identifizieren, da nicht zwangsläufig JEDER Borderliner Drogen konsumiert oder gar abhänging ist. Dennoch finde ich das Buch sehr gut, da es doch auch sehr gut zum Audsdruck bringt, was manchmal in einem Broderliner vorsich geht, wie er denkt, fühlt oder handelt und vorallem weil durch diese Geschichte ein kleiner Einblick darin gewährt wird, warum ein Betroffener so handelt, wie er manchmal handelt, sei es impulsiv im Verhalten bis hin zu SVV (Selbstverletzendes Verhalten). Ich sehe es als Aufklärungsversuch eines Betroffenen, in einer Welt, in der die wenigsten wirklich wissen, was hinter dem Begriff "Borderline" steckt und was diese Erkrankung mit sich bringt und Vorallem dem Versuch, Einblick darin zu gewähren, welch ein ständiges auf und ab diese Krankheit mit sich bringt und wie schwer es auch für selbst betroffene und nicht nur für deren Umfeld oder Angehörige ist.


Das Buch ist von Tim Flemming und heisst "Ich - mein größter Feind" hier ein Auszug aus dem Rückcover des Buches : "Borderline - damit wird eine Vielzahl von Verhaltensweisen und Gefühlen beschrieben. Timm Flemming bekam 2002 die Diagnose, durch die seine Ängste und Schmerzen endlich einen Namen erhielten. Von klein auf galt er als eigenwillig, seltsam, "anders". Die Eltern nehmen sich beide das Leben, als er vierzehn ist. Seine Trauer schlägt sich in Depressionen, einer Essstörung und ersten Selbstverletzungen nieder. Es beginnt ein harter Weg mit mehreren Klinikaufenthalten. Heute hat Timm ein stabiles Leben aufgebaut und gelernt, Borderline nicht nur als Fluch, sondern auch als Segen zu betrachten, seine Kreativität auszuleben und seine extreme Sensibilität sinnvoll zu nutzen."

Das Buch gibt es auch bei Amazon zb und kostet ca 8 Euro :)


Liebe Grüße Nina :)

Piercings und Tattoos = Selbstverletzendes / Selbstschädigendes Verhalten??

Mh ich hatte neulich mit meiner Mutter die Diskussion ob Piercings und Tatoos nicht auch zu Selbstschädigendem Verhalten zählen, sie ist der Meinung, es gehört dazu, da es ja nicht jeder so extrem macht.

Naja, da kann ich ihr nicht Recht geben, klar, der eine hat halt drei Piercings, der andere 12. Sicherlich wird der mit 12 dann als "extrem" angesehen, aber das hat meiner Meinung nicht sofort was mit Selbstverletzung zu tun, ich meine, da müsste ja jeder Piercer oder Tätowierer gleich zu Selbstverletzendem Verhalten neigen oder gar Borderliner sein, was sicherlich nicht so ist!

Es mag sein, das manch Borderliner auffällig "mehr" Piercings oder Tattoos hat, als vielleicht ein gesunder Mensch, aber das hat wie ich denke, nichts wirklich mit der Krankheit zu tun. Jedenfalls nicht NUR damit. Das Borderliner zu Extremen und Suchtverhalten neigen, ist ja bekannt, so kann ich mir schon vorstellen, dass es für manche eine Art "Sucht" geworden ist, noch eins und noch eins machen zu lassen, vielleicht auch einfach, um aus der Gesellschaft ausbrechen zu wollen. Doch so geht es genug anderen Leuten auch!!

Ich kenne genug Leute die ordentlich zutattoowiert  oder gepierct sind und habe selber einige Piericngs aber ein jeder sagt, sicherlich ist es eine Art der Sucht, denn fängt man erstmal an, kann es schon sein, dass man sich Anfangs denkt, ach da hätte ich gerne noch was, oder hier...und ehe man sich versieht, hat man mehr als unrsprünglich geplant war.

Da jedes Tattoo und Piercing eine bewusste Entscheidung ist, bin ich der Meinung, dass das nicht wirklich Gewicht auf die Krankheit legt!!!!!! Ich meine, wenn es mir schlecht geht, beschließe ich doch nicht mal eben so, fix zum Piercer zu gehen und mir was machen zu lassen, damit es mir besser geht oder??! ;)

Emo oder Borderline?? Wo ist der Unterschied??

Ich glaube, viele Betroffene oder auch Angehörige kennen das, wenn man von Borderline spricht, wird schnell geurteilt. " Die haben doch nicht wirklich etwas", "Die schneiden sich doch nur, um Mittleid zu bekommen", "Die behaupten, krank zu sein, weil es cool oder modern ist" und im Zusammenhang damit, tritt auch oft der Begriff  "Emo"  in Erscheinung.

Mich persönlich nervt das mittlerweile ziemlich, da ich diese Erfahrung selbst schon oft gemacht habe und ich einfach der Meinung bin, das eine hat mit dem anderen nicht mal annähernd etwas zu tun!!! Doch genau da taucht natürlich die Frage auf : Wo liegt der Unterschied zwischen einem "Emo" und einem "Broderliner" ?? Gibt es da überhaupt einen??


Ja,  meineserachtens gibt es da einige Unterschiede, die ich hier gerne einmal aufschreiben möchte.


Ich denke das Emo sein eher etwas mit "Dazugehörigkeit" zu tun hat. Es geht um Auffallen wollen, was sie durch verschiedenste Art und Weise tun (Kleidung, Schminke, Musik etc). Doch anders als beim Borderliner ist das "Ritzen" bei den Emo´s jedoch nicht "zwanghaft" meine ich. Es ist aus meiner Sicht eher eine Art
Statussymbolik. Als "EMO" muss ich mich "ritzen", um als Emo anerkannt zu werden.
Also, eher eine modische Motivation im Gruppenzwang.

Ich möchte hier niemanden schlecht machen oder in ein schlechtes Licht rücken, ich persönlich finde die Gruppierung der Emos einfach lächerlich bzw das Emo sein an sich wiedersprüchlich. Gibt man bei Wikipedia den Begriff "Emo" ein, so kann man dort nachlesen, das die Emos aus der Punk Hardcoreszene kommen, bzw eine Absplitung davon sind, was sich durch den Muikstil der Emos bestätigt.

Sie vertreten jedoch (und das ist der Widerspruch) Trauer, Verzweiflung und Sinnlosigkeit des Lebens gekoppelt mit der Auseinandersetzung von gesellschaftlichen und politischen Themen. Aus meiner Sicht ein krasser Widerspruch zu Trauer und Verzweiflung!!!!!!

Ich glaube, dass viele Leute gar nicht wirklich wissen, was Borderline wirklich ist und es ist auch schwer zu erklären ( ich werde es dennoch in einem anderen Post versuchen ) :)

Meiner Meinung nach fangen die Unterschieden zwischen Emos und Brodis schon damit an, das Broderliner (anders als Emos) nicht "ritzen" sondern sich schneiden. Ein Borderliner tut dies nicht, um Aufmerksamkeit zu erregen oder sonstiges sodern es dient dem Borderleiner als "Druckabbau". Ein Borderliner unterliegt also (um es mal krass auszudrücken) dem Zwang, sich selbst zu verletzen.  Hierbei sind extremste Emotionen im Spiel, die der Borderliner selbst nicht regulieren kann, welche dann zu extremen Handlungen führen.  Anders als ein Emo, versteckt der Borderliner sich regelrecht. Er will nicht, dass es öffentlich wird und als Borderliner erkannt werden, durch die Wunden auf seinem Körper. Zudem zum Thema Borderline mehr dazu gehört als Selbstverletzung.

Einen weiteren Großen Unterschied macht hier auch das Alter aus. 90% der Emos sind zwischen 13-17 Jahre alt. Die Altersspanne der Borderliner beginnt aber ab 20 Jahren aufwärts. Dies hat allein schon damit zu tun, dass "Borderline" erst ab dem 18. Lebensjahr diagnostiziert werden kann.  Was sich jedoch auch nicht so einfach gestaltet, wie sich das hier jetzt anhört.  Da Borderline schwer diagnostizierbar ist und einiger Psychologischen Tests und Auswertungen bedarf.  Einaml diagnostiziert, stellt sich für jeden Borderliner das Problem der Behandlung, da Borderline nicht heilbar ist, bedarf es mehrerer Therapien (meist Stationär) sowie medikatöser Behandlung.

Der Emo spricht von Emotionen und Gefühlen, die er bisweilen vielleicht selbst so noch nicht gehabt haben kann, denn ich frage mich, wie kann ein Jugendlicher, der zb. aus einem (wenn man so will) "gutem Elternhaus" ohne Probleme kommt, davon reden nicht mehr leben zu wollen?!
Borderliner selbst hatten meist eine schlimme Kindheit/ Jungend, nicht selten von Missbrauch Seelischer oder Körperlicher Art geprägt.

Fakt ist: Borderline lässt sich nicht so einfach ablegen, wie die Zugehörigkeit einer Gruppe!! Wenn ich keine Lust mehr auf das habe, was die Leute meiner Gruppe tun, wie sie drauf sind, oder sonstiges, kann ich einfach aussteigen. Doch, wenn ich keine "Lust" mehr habe, krank zu sein, kann ich dies nicht einfach ablegen!!!!!!!

Meines Erachtens nach ist der Emo eine modische Randerscheinung in der Pubertät. Eine art Wegbeschreitung zur Selbstfindung, mehr nicht.
Sicher möchte ich die Emo´s nicht an den Pranger stellen. Jede Gruppierung hat ein berechtigtes Dasein und, oder auch gerade pubertierende
Jugendliche brauchen ein Ventil, ihrer (unerklärbaren) Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen.
Dennoch lenken sie von Menschen, welche (wirklich) grosse Probleme haben, ab.

Denn:
welcher Begriff ist denn wohl bekannter?
  • Emo oder
  • Borderline ?

Mein Lieblingsbuch :))



Meine beste Freundin hat mich darauf gebracht, die hatte das mal zufällig im Buchladen gefunden :) Ich finde dieses Buch ist eine Wunderbare Art, sich selber kennen zu lernen, oder um mal wirklich über ein paar Dinge die einen selbst betreffen nachzudenken!!!!

Dieses Buch ist quasi unfertig und entwickelt sich mit der Zeit und dem Buchinhaber. Auf 240 Seiten hat man ganz viel Platz zum malen, schreiben, zeichnen, kleben und auf was man gerade Lust hat. Nebenbei beantwortet man viele Fragen über sich selbst und lernt sich manchmal von einer ganz anderen Seite kennen.
Das Buch selbst kommt ziemlich hochwertig daher. Ein Hardcover in lila gehalten inkl. zwei Lesebändchen.





Wenn man Lust dazu hat, schlägt man einfach eine Seite auf und beantwortet zahlreiche Fragen, wie z.B.
  • Der perfekte Tag
  • Beneidest du jemanden?
  • Warum bist du, wie du bist?
  • Was möchtest du dir selbst sagen?
Mittlerweile hat die Autorin auch schon zwei neue Bände mit dem Titel "Mein Buch der Liebe", "Mein Buch der Freundschaft" und "Mein Buch der Wünsche" veröffentlicht. Diese beiden sind ebenfalls empfehlenswert.


 "Mein Buch der Liebe" ist halt eher ein Buch für jemanden, der schon länger in einer Beziehung steckt, das sich dieses Buch nicht grundlegend auf die Liebe bezieht, sondern eher auf eine bestehende Beziehung. Ist aber auch sehr schön gestaltet.



Das Buch der Wünsche habe ich auch zuhause, allerdings noch nicht angefangen, darin zu schreiben, da ich finde, dass es schon etwas schwieriger auszufüllen ist, als das Buch des Lebens. ;)













Das Buch der Freundschaft ist auch wundervoll gestaltet. Perfekt, für zwei Personen, die schon seit Jahren, durch Dick und Dünn gehen!!! Da sich das Buch auf Fragen der gesamten Freundschaft beziehen, so kann man auch schön vielleicht längst vergessene Tage wieder in Erinnerung bringen, oder der besten Freundin/dem besten Freund einmal sagen, was man schon immermal sagen wollte. Das Buch können beide gleichzeitig ausfüllen oder einer alleine und dem andern zb schenken oder so :) Meine beste und ich füllen es zusammen aus ;) So wandert es immer hin und her :))








Die Bücher sind gar nicht so teuer ca 17 Euro :) Und wie ich finde, echt etwas besonderes, da man sie wie gesagt, selbst gestalten kann :)


Nina :)